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Die Angaben auf Lebensmitteletiketten - dein Nutzen

Findest du auch, dass die Bereitstellung der geforderten Information über Lebensmittel zu kompliziert und umständlich ist? Wir sagen dir wieso es sich trotzdem lohnt, Zeit zu investieren.

Anforderungen des Lebensmittelrechts

Der Hauptgrund ist natürlich, dass du dich an das Lebensmittelgesetz halten solltest. Eine konsequente Umsetzung des Rechts bietet dir aber vor allem viele Vorteile, die du für die Verbesserung der Qualität deiner Lebensmittel nutzen kannst.
Falls du der Meinung bist, dass es viel zu viele rechtliche Anforderungen gibt, bist du damit nicht alleine. Wir bekommen von vielen Lebensmittelunternehmenden diese Rückmeldung. Das zur Verfügung stellen der geforderten Information über Lebensmittel erscheine ihnen wie eine Last. Unter anderem stören sie sich an den zahlreichen obligatorischen Angaben, die auf eine Lebensmitteletikette müssen. So bleibe wenig Platz für freiwillige Werbung und die Etiketten würden zu gross. Die Betriebe argumentieren oft, dass andere Bereiche, wie zum Beispiel die Hygiene, viel wichtiger seien.
Wir hören auch immer wieder, dass die Lebensmittelkontrolle da war und nichts beanstandet hätte. Doch, ist es wirklich klug zu warten bis die Lebensmittelkontrolle eine Beanstandung ausstellt? Es lohnt sich schon vorher Zeit in eine korrekte Lebensmittelinformation zu investieren. Wir sagen dir jetzt warum.

Anforderungen deiner Zwischenhändler

Zum Beispiel kann es sein, dass du mit deinem Produkt sehr rasch erfolgreich werden kannst. Auf einmal wollen neue Kunden dein Lebensmittel in ihr Sortiment aufnehmen und du kommst kaum nach mit produzieren. Bisher konntest du immer direkt auf Kundenanfragen reagieren, weil du deine Lebensmittel selbst verkauft hast. Jetzt gibst nicht mehr nur du dein Lebensmittel selbst ab, sondern deine Zwischenhändler müssen korrekt Auskunft geben können.
Die meisten grösseren Unternehmungen haben ein Lieferantenmanagement mit hohen Anforderungen. So entpuppt sich nicht selten eine „grosse Chance“ zu einem Hürdenlauf gegen die Zeit. Es müssen dann oft unter Zeitdruck grössere Mengen eines Produktes produziert werden. Aufgrund der bestellten Menge müssen vielleicht sogar der Produktionsprozess und die Zutaten angepasst werden. Dies hat alles Auswirkungen auf die Bereitstellung der Information über die Lebensmittel. Der neue Kunde fragt nach Spezifikationen. Diese müssen angefertigt werden. Vielleicht weisst du aber gar nicht genau, was in einer solchen Spezifikation gefordert wird, weil du dich vorher noch nie damit befasst hast. Mit Know-how und frühzeitiger Planung lässt sich dieser Stress aber unheimlich reduzieren und grosse Aufträge sollten kein Problem sein.

Anforderungen deiner Kunden

Die obligatorischen Angaben, die auf einer Lebensmitteletikette angebracht oder im Webshop gemacht werden müssen, sind offenbar diejenigen Informationen, die Konsumenten am meisten interessieren. Ist es also klug, deinem Kunden diese Informationen nicht zu liefern? Nein. Es macht durchaus Sinn, deine Kunden über die korrekte Zusammensetzung deiner Lebensmittel zu informieren. Auch bei der Bestimmung der Bezeichnung, die du deinem Lebensmittel gibst, gibt es Vorgaben. Die Sachbezeichnung bestimmt, in welche Produktkategorie dein Lebensmittel fällt und welche Anforderungen es dementsprechend erfüllen muss. Hier kannst du dir unter Umständen viel Ärger sparen, wenn du dir Gedanken zur Wahl einer korrekten Sachbezeichnung machst. Zudem macht es natürlich auch Sinn, deine Kunden vor allergischen Reaktionen und unerwünschten Reaktionen zu schützen. Im Rahmen von Food Waste ist es auch sinnvoll, dich mit der Haltbarkeit deines Lebensmittels auseinanderzusetzen. So gibt es für alle weiteren obligatorischen Lebensmittelinforationen Gründe, warum diese auf den Etiketten angebracht werden müssen. Sie sollen die Konsument/innen schützen und tragen dazu bei, dass ein Lebensmittel sicher und nicht täuschend ist.

Qualitätsverbesserung

Oft ärgert man sich vielleicht insgeheim mehr darüber, dass man unsicher ist und nicht weiss, wie man sich organisieren muss. Es liegt in der Natur der Sache, dass man bei einer schriftlichen Information (wie z.B. einer Etikette) kritischer hinterfragt, ob die Angaben stimmen.
Viele unserer Kunden sind oft erstaunt, wie ihre Zutatenliste aussieht, wenn sie nach den Anforderungen der Gesetzgebung erstellt wird. Meistens sind sie auch bei handwerklich hergestellten Lebensmitteln länger als gedacht. Dies bewegt dann viele Hersteller dazu, die Zutaten zur Herstellung ihrer Produkte bewusster auszuwählen.
So kann sich durch die Auseinandersetzung mit der Information über deine Lebensmittel die Qualität deiner Produkte erheblich erhöhen. Deine Rückverfolgbarkeit wird sich verbessern, weil du weisst, wann und wo du welche Zutat eingesetzt hast. Auch dein Allergenmanagement wird sich verbessern. Du überlegst dir wann und wo du was herstellst. In Kombination mit einer guten Herstellungspraxis erhöht sich als Folge die Sicherheit deiner Lebensmittel.

Priorität auf freiwilliger Information

Viele Lebensmittelhersteller investieren viel Zeit und Geld ins Marketing und in freiwillige Anpreisungen (sogenannte Claims). Man erhofft sich damit reichlich Kunden zu gewinnen. Leider braucht man im Marketing aber mehr Wissen über die Anforderungen an die Information über Lebensmittel, als vielen bewusst ist. Beispielsweise sind nicht alle freiwilligen Aussagen erlaubt. Sie müssen dem Täuschungsschutz standhalten. Für einige Typen von Auslobung gibt es sogar ganz spezifische Anforderungen. Dort scheint die Sache fast noch einfacher zu sein. Du musst nur wissen wo nachschauen, was erlaubt ist.
Bei vielen Claims, muss der allgemeine Täuschungsschutz beigezogen werden. Dort liegt es in der Verantwortung der Unternehmenden zu prüfen, ob die gemachten Aussagen kein Täuschungsverbot verletzen. Du musst dem Vollzug auf Anfrage jederzeit zeigen können, dass eine Aussage (z.B. auf der Lebensmitteletikette oder im Webshop) belegt werden kann.
Die Anforderungen in diesem Bereich sind nicht eindeutig in Gesetzen und Verordnungen geregelt. Es braucht viel Fach- und Branchenwissen, um die Rechtmässigkeit beurteilen zu können, da es viel Interpretationsspielraum gibt. Selbst für erfahrene Personen dauern die Abklärungen meistens eine geraume Zeit. Die beanspruchte Zeit wird häufig unterschätzt. Oft findet man wenige Stellen, die einem konkrete Auskünfte geben dürfen oder wollen. Vor allem wenn du eine Marke aufbauen und gewisse Claims einbinden möchtest, macht es durchaus Sinn, diesen Aufwand zu betreiben. Indem du ein Argumentarium zusammenstellst, kannst du deine Aussage vor der Lebensmittelkontrolle begründen, ohne dass du unter Zeitdruck Belege zusammensuchen musst. Scheust du diesen Aufwand, lohnt es sich, dir zu überlegen, ob bei freiwilligen Informationen manchmal weniger nicht mehr wäre. Die freiwillige Information ist häufiger Ursache, dass Verpackungsänderungen oder Abklärungen/Stellungnahmen gemacht werden müssen, als man denkt. Im schlimmsten Fall wird der Verkauf deiner Lebensmittel gestoppt, weil mangels Belege eine Täuschung deiner Kunden vermutet wird.

Mit weniger Angaben auf der Verpackung, würde das Produkt in den Vordergrund gestellt und ein gutes Produkt spricht meist auch für sich. Zudem wird sich der Aufwand für die Dokumentation erheblich vermindern. Die gesparte Zeit kannst du dann getrost in die Bereitstellung der obligatorischen Information investieren 😉